Ex-ante-Validierung

Zur Ex-ante-Validierung rechnen wir alle Maßnahmen, die eine zulässige Eingabe fördern. Während die Ex-post-Validierung aus der Sicht des Benutzers erst einsetzt, nachdem er einen Wert eingegeben hat, fördert oder erzwingt die Ex-ante-Validierung von vornherein die Eingabe zulässiger Werte.

 

Zu den Maßnahmen, die eine zulässige Eingabe fördern, aber nicht erzwingen, gehören (s. auch die Prinzipien der Formulargestaltung im Skript VBA-Vertiefung):

  • präzise Feldbenennungen
  • inhaltliche Gruppierung von Eingabefeldern
  • visuelle Unterscheidung von Mussfeldern und Kannfeldern (z.B. durch Sternchen)
  • Vorbesetzung von Mussfeldern mit Standardwerten
  • Zusatzinformation, die bei Bedarf abgerufen werden kann. Im einfachsten Fall sind dies die Tooltips des Eingabefelds, bei komplizierteren Fällen kann man spezielle Icons neben den Eingabefeldern anbringen, die zu Hilfetexten führen.

Es gibt aber auch Maßnahmen, die eine zulässige Eingabe erzwingen können. Sie ersparen eine Ex-post-Validierung und können immer dann eingesetzt werden, wenn diese schwierig ist. Zu diesen Maßnahmen gehören:

  • Wahl geeigneter Steuerelemente, welche die Eingabemöglichkeiten auf die zulässigen reduzieren. Die bekanntesten dieser Steuerelemente sind ComboBox, Option Button (Radio Button), CheckBox und ListBox. Manche Eingaben kann man „entschärfen“, indem man sie aufsplittet, z. B. Datumsangaben. Man kann sie durch drei ComboBox-Eingaben für Tag, Monat und Jahr ersetzen.
  • Erzwingen einer Eingabefolge, wenn Eingaben von vorhergehenden Eingaben abhängig sind. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man kann die Eingaben z.B. auf mehrere Fenster aufteilen, die nacheinander präsentiert werden. In einem Fenster werden dann nur diejenigen Eingabemöglichkeiten präsentiert, welche sich aus den vorhergehenden ergeben. Wichtig ist, dass man dem Benutzer den Weg zurück offenhält, damit er Fehler, die er selbst erkannt hat, korrigieren kann.